Pharmazeutische Anwendungen

Gelatine – Pharmazeutische Anwendungen

Gelatine, die zur Herstellung von Hart- und Weichkapseln verwendet wird, spielt auch als Bindemittel in Tabletten, Vitamineinbettung und Überzug eine wichtige Rolle. Gelatinen mit niedrigem Endotoxingehalt werden in Plasmaexpandern, in Impfstoffen und in blutstauenden Schwämmen verwendet, um nur einige wenige zu nennen. Vor allem die Fähigkeit zur Füllstoffbildung, die thermoreversiblen Geliereigenschaften und das Klebeverhalten machen Gelatine so vielseitig. Alle diese Anwendungen machen Gelatine zu einem der glänzenden Inhaltsstoffe von Pharmaunternehmen.

Harte Kapseln

Hartkapseln aus reiner Gelatine sind in einer Vielzahl von Farben erhältlich, die jeder täglich verwendet. Verbraucher und Patienten mögen sie, weil sie leicht zu schlucken sind – und aus pharmazeutischer Sicht schützen sie empfindliche Wirkstoffe und sorgen für eine hohe Bioverfügbarkeit. Und für Pharmaunternehmen sind Hartkapseln die Nummer eins bei der Größenbestimmung, um eine exakte Menge an Biomasse für jeden Patienten zu gewährleisten.

Weichkapseln

Für die flüssigen, halbfesten oder ölbasierten Füllungen sind weiche Kapseln vorzuziehen. Fischöl, das wir täglich zu uns nehmen, ist ohne Gelatinekapsel nicht mehr vorstellbar.

Vitamin-Beschichtungen

Ölbasierte Vitamine wie Vitamin A, D, K oder E haben besondere Anforderungen: Sie sind licht- und sauerstoffempfindlich. Bei diesen Anwendungen kann Gelatine eine wirksame Rolle als Multitasking-Mittel spielen. Feinste Vitamintropfen werden mit dem Emulgator Gelatine in einer wässrigen Gelatinelösung gleichmäßig verteilt und durch ein spezielles Sprühtrocknungsverfahren in ein frei fließendes Pulver oder Staub umgewandelt. Darüber hinaus schützt der Gelatine-Überzug das Vitamin vor Licht- oder Sauerstoffeinwirkung. Das Pulver kann in Hartgelatinekapseln, Sachets oder komprimiert verwendet werden.